Wiedereinstieg nach der Babypause: Was sind die Erfolgsfaktoren für eine möglichst stressfreie Rückkehr an den Arbeitsplatz? 

Heute vor drei Jahren endete meine erste Babypause. Mann, was war ich im Vorfeld nervös! NetWorkingMom Sophie veröffentlichte einen wunderbar ehrlichen Blogbeitrag über ihren holprigen Wiedereinstieg. Dieser gab den Anstoss für diesen Text.

Vorbereitungsphase: Dafür gibt es die 9 Monate

  • Plaaaaaaanung. Ich habe jeweils beim positiven Schwangerschaftstest parallel zum Geburtstermin auch gleich das Ende meines Mutterschaftsurlaubs ausgerechnet.
  • Schnelligkeit. Betreuung frühzeitig organisieren. Zwei Stunden nach dem positiven Test habe ich die Anmeldung für die Kita ausgefüllt.
  • Recherche. Alle möglichen Familien im Umfeld fragen, wie sie den Wechsel organisiert und gemeistert haben. Man muss nicht jede Erfahrung selbst machen.

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Checkliste für den Wiedereinstieg*

  1. Neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen. Das bedingt, dass man sich gemeinsam mit dem Partner einig ist, wie die Arbeits- und Betreuungssituation aussehen soll.
  2. Strategie betreffend stillen/abstillen überlegen. Natürlich kann man auch von heute auf morgen aufhören zu stillen. Ist aber nicht empfehlenswert.
  3. Zeitplan für die Kita-Eingewöhnung abmachen. Eine bis zwei Wochen Eingewöhnungszeit sind je nach Kind und Alter angebracht.
  4. Tagesablauf üben. Es ist nicht ganz ohne, ein Kind gefüttert und dem Wetter entsprechend angezogen zur rechten Zeit in der Kita abzuliefern und gleichzeitig anständig frisiert und mit Kleidern ohne Milchflecken bereit für den Arbeitstag zu sein.
  5. Effizientester Weg. Wie komme ich mit Kind und Aktentasche am schnellsten und stressfreisten von unserer Wohnung zur Kita und danach von dort ins Büro?
  6. Plan B und C und D. Was mache ich, wenn das Kind wegen Fieber nicht in die Kita darf? Und die Patin nicht einspringen kann? Und die Grosseltern gerade in den Ferien sind?

Abhängig vom Modell

* Meine Liste bezieht sich auf folgende Wiedereinstiegs-Situation: Hochprozentige Rückkehr in das bereits vor der Geburt bestehende Arbeitsverhältnis während die Kinder in einer Kindertagesstätte betreut werden. Für Freiberufler mit betreuenden Grosseltern sieht die Situation natürlich anders aus.

Für Mütter, die längere Zeit Pause machten oder gar beruflich eine ganz neue Richtung einschlagen möchten, ist dieser Beitrag aus dem Schweizer Elternmagazin Fritz+Fränzi ein guter Anhaltspunkt.