Ein traumhafter Palmenstrand? Nice to have. Eine kleine Sandbucht, in der die Kinder selbstständig im seichten und lauwarmen Wasser plantschen können: perfekt!

Wozu ist der Urlaub eigentlich da?

  • Für die Kinder ist klar: In den Ferien haben Mama und Papa endlich so richtig viel Zeit für sie. Kein «Mami muss jetzt los, die Arbeit wartet». Keine störenden Büroanrufe beim Abendessen und keine Arzt- und sonstige Termine an den raren freien Nachmittagen.
  • Für den Arbeitgeber ist klar: Der Urlaub ist dazu da, dass sich der Arbeitnehmer erholen kann. Um nach seiner Rückkehr mit neuem Elan wieder ans Werk zu gehen.

Doch das ist so eine Sache. Wer kleine Kinder hat, kennt diese Momente: Nach einem Urlaub mit suboptimalen Bedingungen vor Ort (Sommer in Schweden ohne Vorhänge im Ferienhaus) und anstrengender Rückreise sucht man am Sonntagabend die Sachen fürs Büro zusammen und denkt sich: «Eigentlich bräuchte ich jetzt erstmal eine Woche Ferien, um mich zu erholen.»

Sun, fun and nothing to to…

Früher waren die Kriterien der Urlaubsplanung einfach: gutes Wetter, Meer und nette Bars. Schliesslich war die Haupt- und eigentlich einzige Aufgabe in den Ferien, möglichst schön braun zu werden und im Bikini eine gute Figur zu machen. So war das, damals mit zwanzig.

Heute ist die Suche nach der richtigen Urlaubsdestination einiges komplexer. Gutes Wetter und Meer stehen nach wie vor ganz oben auf der Liste. Dann: gute Erreichbarkeit, eine mittagsschlaftaugliche Unterkunft und unkomplizierte Verpflegungsmöglichkeiten.

Wenn wir ehrlich sind, geht es im Urlaub in erster Linie darum, dass wir Eltern uns erholen können.

Denn wenn wir ehrlich sind, geht es im Urlaub in erster Linie darum, dass wir Eltern uns erholen können. Am besten so, dass es auch für die Kinder eine tolle Zeit ist. Der ganze Rest ergibt sich von selbst.

Mehr Sein als Schein

Beim Wettbewerb «Wir waren in einem total exklusiven Ressort/Wir haben spannende Kulturen kennengelernt/Wir sind 2 Wochen zu Fuss durch XY gelaufen» mache ich längst nicht mehr mit. Diashows mit Bildern exotischer Destinationen, kulinarischer Köstlichkeiten und traumhafter Aussichten lassen mich kälter denn je.

Meine traumhafteste Aussicht sind Kinder, die zwei Stunden ungestört im Pool plantschen. Während ich daneben mein Buch lesen kann. Schicke Restaurants finde ich noch immer nett anzuschauen. Aber eine leckere Pizza zum Mitnehmen bringt mir mehr Entspannung – weil sich die Kinder nach dem Essen ihren Spielsachen widmen können, während wir gemütlich sitzenbleiben.

Für mich gilt in den Sommerferien genau wie beim Kurzurlaub: Ist der perfekte Ort gefunden, kommen wir immer wieder. Für nächsten Sommer haben wir schon wieder gebucht.